Wie viel kostet die Menschenwürde?Wie viel kostet die Menschenwürde?
Wie viel kostet die Menschenwürde?
Wie viel kostet die Menschenwürde?
Wie viel kostet die Menschenwürde?Wie immer auch das Bundesverfassungsgericht heute entscheidet: Es ist richtig, die Kinder in der Debatte um Hartz IV in den Mittelpunkt zu rücken.
Denn es geht um Chancengleichheit.Kinder haben keine Möglichkeit, sich selbst aus dieser Lage zu befreien. ABER - sie haben ein RECHT auf Förderung.
Das betrifft nicht nur die Hartz IV Empfänger, viele Eltern beide im Vollzeitjob müsen jeden Cent umdrehen. Der Blick sollte weiter gefasst werden.
Wer Kindern in diesem Land gleiche Bildungschancen bieten will, muss vor allem Sorge dafür tragen, dass sich die Kinder aus ärmeren Häusern nicht diskriminiert fühlen.
Das bedeutet z.B. erschwingliche Beiträge in Musikschulen, über Freizeitangebote bis hin zu den Programmen der Vereine.
Auch das Angebot der Ganztagsschulen sollte endlich die Regel werden.
Heute endlich, liegt diese Frage als erste und wichtigste beim Bundesverfassungsgericht. Der Präsident Hans-Jürgen Papier sprach bei der mündlichen Verhandlung im Oktober vom "sachlichen Gehalt des Existenzminimums".
Kern dieser Frage heute ist, ob sich ein menschenwürdiges Dasein nur auf das Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf erstreckt, oder ob und in welchem Umfang nicht auch Ausgaben für ein Buch, Sport oder ein kleines Mitbringsel für den Besuch beim Nachbarn dazugehören. Das soziale integriert Sein ist mit diesen Sätzen von Hartz IV nicht möglich.
Wie viel kostet die Menschenwürde?Ich werde für die nächste Generation "diese Frage" und auch einige der Zeitungsartikel und Debatten darüber aufheben.
Unsere Gesellschaft droht daran zu zerbrechen, wenn ihre Reichtumsproduktion das gefälle zwischen Arm und Reich weiter wachsen lässt.
In dieser heutigen Praxis entscheiden Bessergestellte über Schlechtergestellte, und zwar in der Regel zu Lasten der Schlechtergestellten.
Erst durch den Ausgleich sozialer Gegensätze wird meiner Meinung nach die Schaffung einer gerechten Sozialordnung möglich. Es ist wichtig das HEUTE ein Anfang gemacht wird.
Bei unverschuldeter Armut oder Unfähigkeit, für sich zu sorgen, muss die Solidargemeinschaft helfen. Vor allem geht es HEUTE um das RECHT der Kinder.
Es ist in Deutschland längst eine nicht mehr hinzunehmende Gerechtigkeitslücke entstanden.
Die Politiker haben offensichtlich keine Ahnung mehr, wie es ihren Wählern ergeht. Sich in die Betroffenen hineinzuversetzen, gelänge ihnen und den vielen anderen Besserverdienern, wohl erst dann, wenn auch ein entlassener Minister nach einem Jahr der Arbeitslosigkeit mit 359 Euro auskommen müsste.
Man könnte ihn dann auch beruhigen, dass er noch Wohn- und Heizkostenzulage bekommt -natürlich nur, wenn seine Familie nicht in der Lage wäre ihn mitzuversorgen.
Hier fehlt das Mitgefühl - liebe Politiker mit denen die fürchten müssen, in existenzielle Armut zu kommen und entwürdigt leben zu müssen.
Das begegnet mir im beruflichen und privaten Umfeld häufiger, eine maßlose Arroganz im Umgang mit dieser Problematik.
Hartz IV als staatliche Unterstützung ist für mich heute ein Almosen, das die Bessergestellten geben, um weiterhin ihren Reichtum genießen zu können.
Der soziale FRIEDEN ist ein hohes Gut, das es zu bewahren gilt.Mein Tipp:
Füllt doch mal diesen 16- seitigen Fragebogen aus - in der Hoffnung als Almosenbittsteller nicht abgewiesen zu werden.
Und versucht einmal einen Monat lang mit 359 Euro zu leben. Könnt ihr verreisen? Wohl kaum. Könntet ihr überhaupt eure sozialen Kontakte aufrechterhalten? Wie oft könntet ihr euch es leisten, eine Gaststätte oder Kulturveranstaltung zu besuchen? Oder einfach mit den Kindern ins Kino zu gehen? Was tun wenn die Waschmaschine repariert werden muss oder das Fahrrad? Braucht ihr Zahnersatz?
Kurz:
Wie frei und menschenwürdig lässt sich so ein Leben führen, dessen Bedingungen von Hartz IV diktiert werden?
Wie viel kostet die Menschenwürde?